Das Sanddorn-Projekt

Über die letzten Monate hatte ich ein wundervolles Illustrationsprojekt in Zusammenarbeit mit Christine Berger GmbH & Co. KG, allgemein oft als Sanddornhof im Raum Potsdam und Umgebung bezeichnet. Die Zusammenarbeit war lange geplant und in einem Projekt durfte ich mich nun als Ernährungswissenschaftlerin, Illustratorin und wissenschaftliche Kommunikationsdesignerin betätigen. Ein kleiner persönlicher Jackpot also.

Wie kommuniziert man eine heimische Vitaminbombe, die kaum jemand zu kennen scheint?

Der Sanddorn als Gewächs und Frucht ist in Brandenburg heimisch. Lang war er vergessen oder wenig beachtet, da seine Nutzung und sein Verzehr viel Know-How benötigen. Er ist nicht kompliziert aber dafür unglaublich vielfältig und dieses Wissen um den Sanddorn, das findet sich eben in Petzow. Das Familienunternehmen Berger nahm sich des Sanddorns an. Mit dem klassischen Saft fing es an und inzwischen sind es über 50 eigene Produkte, die zu einem großen Teil per Hand hergestellt werden. bzw. nur teilautomatisiert produziert werden können. Der Sanddorn verlangt es so. Hier geht es zur Geschichte des Unternehmens.

Da der Sanddorn über den Sommer und Herbst reift und erst im Winter geerntet wird, dazu noch verarbeitet werden muss, um ihn nutzbar zu machen, verwundert es nicht, dass er wenig bekannt ist. Aber er macht neugierig! Und so ist der Sanddornhof gut besucht und viele Fragen häufen sich, aber das Zuschauen bei den Prozessen ist kaum möglich…bzw. viel zu kalt. Videomaterial besteht aber es genügt oft nicht, um alles zu zeigen oder erklären zu können. Warum also das Informationsmaterial nicht auf große Tafeln ausweiten?! Eine Idee von der ich verständlicher Weise nicht überzeugt werden musste.

Zwei große Infotafeln waren die Lösung.

Und so wurde skiziiert: zum einen das Sanddorn-Jahr: hier sollte die Entwicklung des Sanddorns und der Ernte-Zyklus hervorgehoben und vermitteln werden + zum anderen die Inhaltsstoffe und die möglichen Produkte die aus dem Sanddorn gewonnen und hergestellt werden können. Stück für Stück näherten wir uns dem finalen Design. Für euch hier ein paar Zwischenstufen.

Mir als Ernährungswissenschaftlerin ist der Sanddorn als wahres Vitamin C Wunder bekannt. Tatsächlich steckt noch viel mehr in der knallorangenen Frucht. Die eingefügte Grafik hierzu bitte genau studieren 🙂 . Eine der Besonderheiten in dieser Zusammenarbeit war nämlich, dass ich die Faktenrecherche unabhängig vom Unternehmen durchführen durfte und sollte. Da Inhaltstoffe wie Vitamine und Mineralien kaum in Zusammehang mit Effekten auf die Gesundheit beworben werden dürfen (Themenkomplex: health claims/ novel food Verordnung – googled hier bitte selbst) fällt es vielen Unternehmen schwer gute Werbung für kleine Wunder der Natur zu machen, die Mutter Natur tatsächlich so hervorbringt. So war ich also unparteiisch in meiner wissenschaftlichen Recherche und gebe so auch auf der finalen Illustration bewusst die Quellen für die Inhaltsstoffe an (Lebensmittellexikon).

Tatsächlich konnte ich in beiden Grafiken viel Wissen aus Studienzeiten aus der Botanik, der Lebensmitteltechnik und Lebensmittelchemie anwenden (Faktenverfizierung) und mit dem verbinden was mir Spaß macht und ich gut kann – Illustration. Inzwischen sind die Tafeln in Petzow angebracht und es werden weitere folgen. Ich hoffe sie bringen Freude und Wissen um den Sanddorn. Die Bilder, die ihr hier seht sind noch nicht zu 100% die finalen Entwürfe, viel Spaß beim vergleichen dieser hier 95% finalen Bilder zum Original in Petzow. Macht gern ein Foto vor den Tafeln und postet es via Facebook, Insta oder Twitter und verlinkt mich gern.

Technische Informationen: Die Grafiken sind vollständig auf dem iPad und der Zeichenapp ProCreate entstanden. Die finalen Tafeln sind 90×60 cm groß und dank den Digidax Potsdam wetterfest.

FS

Dr. Franziska W. Schwarz
franziskawschwarz@googlemail.com

Die zeichnende Naturwissenschaftlerin.

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